11. Februar 2016

Das Wiesbadener Bündnis gegen Rechts hat sich – auf der Grundlage des Selbstverständnisses von 2011 – ein neues Selbstverständnis erarbeitet. Es lautet nun wie folgt:

Das Wiesbadener Bündnis gegen Rechts hat sich zusammengeschlossen, um auf breiter Basis handlungsfähig gegen Aktivitäten von RechtspopulistInnen und Neonazis zu sein.

Wir treten der Verbreitung von diskriminierender, rassistischer und völkischer Propaganda sowie gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit entschlossen entgegen. Wir entlarven die dahinter stehenden Propagandastrategien.

Wir werden uns Aufmärschen, Kundgebungen und Veranstaltungen von RechtspopulistInnen und Neonazis vor Ort entgegenstellen, mit dem Ziel, diesen völkischen NationalistInnen nicht den öffentlichen Raum zu überlassen.

Wir greifen mit unseren Initiativen in den gesellschaftlichen Diskurs ein. Wo Menschenverachtung ohne gesellschaftlichen Widerspruch bleibt, breitet diese sich ungehindert aus. Sie mündet in Angriffen auf Leib und Leben. Wir wollen alle Menschen ermutigen, Position gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und gesellschaftliche Entsolidarisierung zu beziehen.

Das Wiesbadener Bündnis gegen Rechts besteht aus unterschiedlichen Gruppen, Parteien und Einzelpersonen. Die Vielfalt unserer unterschiedlichen Ansätze verstehen wir als Stärke. Das Bündnis steht allen offen, die auf dieser Grundlage gegen Rechts aktiv sein wollen. Um die Vielfalt des Bündnisses zu wahren:

- wird ein Nebeneinander unterschiedlicher Aktionsformen akzeptiert und gefördert;
- wird angestrebt, sich bei gemeinsamen Aktionen wechselseitig und vorab über das geplante Vorgehen zu informieren;
- werden Termine von Aktionen möglichst in Absprache mit den anderen im Bündnis beteiligten Organisationen getroffen, so dass eine breite Beteiligung möglich ist;
- werden öffentliche Stellungnahmen, die im Namen des Bündnisses erfolgen, mit den im Bündnis vertretenen Organisationen abgesprochen;
- wird kein Bündnispartner versuchen, einen anderen politisch zu übervorteilen.